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Mein Mann und ich sind Jagdscheininhaber, Jagdhunde- und Frettchenführer. Über die Jagd als solches und die Tatsache, dass eine waidgerechte Jagd sinnvoll und wichtig ist für die Natur, möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen. Dazu kann jeder seine eigene Meinung haben und diese vertreten.
Mit dieser Internetseite möchten wir ein langsam in Vergessenheit geratenes Kapitel der Frettchengeschichte in Erinnerung zurück rufen und vielleicht auch dem Einen oder Anderen näher bringen. Kombiniert mit modernen Erkenntnissen im Umgang und sinnvollen Auflagen zur Haltung ist das Frettieren noch immer Aktuell.
Schon die Griechen erwähnten das Frettchen. 347–335 v. Chr. findet der Ictis auch bei Aristoteles als Jagdhelfer Erwähnung. Überliefert ist die Bekämpfung einer Kaninchenplage durch die Römer mit Hilfe der Frettchen. Durch diese geschichtlichen Anhaltspunkte können die Anfänge der Domestikation des Iltis im Mittelmeerraum in der Zeit des 1. vorchristlichen Jahrtausend festgelegt werden und gründen auf spanische oder nordafrikanische Iltis-Populationen. (Quelle: Wikipedia: Frettchen)
Das Frettchen (in der Urform als domestizierter Iltis - ein marderartiges Raubtier -) ist ein Jäger. Das ist seine Natur und wer sein Frettchen auf der "Pirsch" beobachtet - ob nach seinem Lieblingsspielzeug oder beim Frettieren (Jagd mit dem Frettchen auf Kaninchen) - wird dies bestätigen. Nur ein Frettchen mit ausreichend Auslauf, korrekter Fütterung, Kontakt und jagdlichen Spiel bzw. realer Jagd lebt artgerecht und ist tatsächlich ausgeglichen.
Als wir uns zum Kauf von Frettchen entschlossen, hatten wir uns zunächst bei verschiedenen Stellen schlau gemacht. Das wirkliche Leben mit Frettchen lernt man erst durch diese, aber wir wollten so wenig wie möglich falsch machen. Auch dass wir die Frettchen zur Jagd nutzen wollten, verheimlichten wir nicht - und wurden in genau diesem Moment oft mit dem Ton von aufgelegten Telefonhörern konfrontiert. Leider erst nach einer längeren Suche fanden wir den für uns geeigneten Frettchenzwinger. Dort wurden wir sofort zum Kennen lernen der Frettchen eingeladen und man stand uns mit Rat und Tat zur Seite. Dieser Kontakt besteht heute noch und wird sicherlich auch weiterhin gepflegt.
Seit 2007 besitzen wir nun Frettchen, haben schon viel von ihnen gelernt und mit ihnen erlebt. Einige von ihnen begleiten uns seit ihren ersten Lebenswochen, während Anderen als "Notfelle" zu uns kamen - ausgesetzt, aus falscher Haltung oder plötzlich "über". Jedes dieser Frettchen ist mit seiner eigenen, kleinen Persönlichkeit Teil unseres "Rudels" geworden.
Die Zusammenarbeit - auch auf der Jagd - mit einem Frettchen funktioniert nur über Vertrauen. Dieses Vertrauen muss langsam wachsen. Mit der Methode "Positive Verstärkung" haben wir bisher - auch bei unseren "Notfellen" - großen Erfolg gehabt. Beim Frettieren können wir unsere Frettchen in jeder Situation anfassen/aufnehmen. Sie arbeiten mit uns zusammen, laufen selbständig die Baue ab und haben dabei auch uns immer im Auge. Teil dieser Symbiose zu sein, ist immer wieder eine großartige Erfahrung.