Jagdfrettchen


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Nicky: Ausgesetzt

Mensch, denk nach!

08.September 2007:
Ein befreundeter Jäger erkannte diesen "Iltis" gleich als Frettchen und brachte ihn zu uns.
Anmerkung: die Verdunkelungsabdeckung der Falle haben wir fürs Foto abgenommen

Am ersten Abend versorgten wir unseren Schützling mit Futter, Wasser, einem eigenen kleinen Reich - und einem Mittel gegen die Zecken. Wenn man das Frettchen streichelte, "hubbelte" es nur unterm Finger - Zecken und Rippen
Am nächsten Tag lösten sich bereits die ersten Zecken aus den Gehören und von den Sehern. Dies ging weiter, aber trotzdem zogen wir zwei Tage später noch 74 Zecken mit dem Zeckenhaken.

Am zweiten Tag war Nicky bereits Element seines zunächst notdürftig eingerichteten Reiches - und verteidigte sogar seinen Häuschenkarton.
Mit Hilfe einer befreundeten Frettchen - Züchterin prüften wir, ob Nicky gechipt war. Dies traf nicht zu und auch unsere Meldungen bei allen Ämtern, Tierheim und Auffangstationen verstärkte die Vermutung, dass Nicky ausgesetzt worden war.

In den ersten Tagen fraß und schlief Nicky viel. Ganz langsam machten wir uns mit ihm bekannt, fasste er Vertrauen zu uns und Stück für Stück erholte er sich wieder.

Als er zu uns kam, wog Nicky abgemagerte 980g. Fünf Wochen später brachte er 1400g auf die Waage, die Verletzungen (Kampf mit Katze ? Zecken !) heilten ab und an der Rute wuchsen die Haare nach.

Am Anfang verkroch er sich bei jedem Geräusch in sein Häuschen und wenn man mit ihm mal nach draußen ging (Terrasse), zitterte er wie Espenlaub. Nach wenigen Wochen jedoch schlief Nicky tief und fest im größten Trubel. Und wenn man seinen Käfig öffnete, war er schnell da, um auf den Arm zu klettern und zu kuscheln.

Zwei Monate nach dem "Fang" haben wir Nicky kastrieren lassen und ihn ein paar Tage später mit Sally und Billy bekannt gemacht. Die Zusammenführung klappte problemlos.

Nicky ist überall immer dabei. Aber die Bindung zu uns ist so stark, dass er nie weit läuft. Nur er weiß, was er in der "Wildnis" erlebt hat, aber seine "Verlassensängste" sind sehr ausgeprägt.

Wer auch immer sich von Nicky getrennt hat - wir sind dankbar für dieses tolle Frettchen.


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